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Geschichte des BriefkastensSchiff

Von den Matrosen ist bekannt, dass sie als erste eine Art des heutigen Briefkastens benutzten. Da die Seefahrer auf ihrer Reise an verschiedenen Küsten halt machen mussten, um Nahrung und Wasser an Bord zu nehmen, steckten sie bei diesen Gelegenheiten Briefe unter Steine und hofften, dass andere Schiffe, die in die gegen gesetzte Richtung unterwegs waren, diese mitnahmen und in ihrem Heimatland abgaben.

Die 325 km lange Strecke zwischen Breslau und Leipzig war die erste Postverbindung. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Stadt Liegnitz lag ebenfalls an dieser Postverbindung und wie zu erwarten, wollte sie sich diesen Vorteil nicht entgehen lassen. Schließlich besaß sie den ersten Briefkasten in Deutschland, dieser wurde im Jahr 1633 aufgestellt. Nachdem die Stadt Liegnitz es geschafft hatte, ließ sie am 16. März 1633 eine Verordnung raus, in der es hieß, dass das Anbringen eines Postkästleins Pflicht sei. Die Boten, die diese Strecke zurücklegen mussten, bekamen für diese Strecke keinen Lohn. Dies wurde ihnen durch eine Botenverodnung von 1593 verordnet. Durch diese Verordnung viel eine Gebührenerhebung weg. Hier lässt sich erkennen, dass man von der Postorganisation, wie es sie heute gibt, noch weit entfernt war.

Briefkasten aus HolzIm Jahre 1641 ließ die Stadtverwaltung in Hamburg durch den Freistädtischen Botendienst 15 Briefkästen aufstellen. Diese waren die ersten Richtungsbriefkästen. Diese Briefkästen bestanden aus Holz.

Auch der Sonnenkönig Ludwig XIV wollte in seiner Hauptstadt ein Postunternehmen haben. Jean-Jacques Renouard de Villayer war letztendlich der Mann, dem die Verantwortung zugesprochen wurde. Noch im selben Jahr – 1653 – erließ Jean-Jacques Renouard de Villayer eine Verordnung, wie die Billets de port paye am Brief befestigt werden müssen. Der Zweck für diese Papierstreifen wurde auch schnell klar. „Am Brief befestigt oder um ihn herum geschlungen oder in denselben hineingesteckt oder auf irgendeine andere Art angebracht werden, so dass der Beamte es sehen und leicht entnehmen kann.“* Villayer ließ 15 Briefkästen in den Straßen der Stadt aufstellen. Anders als in Deutschland, mussten die Bürger etwas bezahlen. Dieser Papierstreifen, den man auch als Briefmarke ansehen kann, kostete ein Sou.

Jeder dieser 15 Briefkästen in Paris wurde dreimal am Tag geleert.

Der Postdienst den Jean-Jacques Renouard de Villayer aufbauen durfte, wurde nach 8 Jahren ein gestellt.

Das erste Gedicht über Briefkästen kommt wohl aus Paris, es lautet:

Zahlreiche Kasten sieht man hängen,
Sowohl in breiten Gassen wie in engen,
Worein durch einen Diener man
Pakete legen lassen kann,
Briefe, Billette und Urkunden
In allen Nacht- und Tagesstunden.*
(*kursiv abgebildet Zitat aus Wikipedia, Suchbergiff: Briefkasten)