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DIE KRAFTPOST UND IHRE GESCHICHTE

Am 1. Juni 1905 wurde von der Postverwaltung im Königreich Bayern die erste Kraftpostlinie gegründet. Diese verlief zwischen Bad Tölz und Lenggries. Die Länge dieser Strecke beträgt ca. 10 km.

KraftpostDie Kraftpost löste die Postkutschen ab, ein Bus der Kraftpost konnte genau wie eine Postkutsche Personen und auch Briefe befördern, allerdings konnte ein Bus der Kraftpost mehr transportieren als eine Postkutsche und war somit effizienter. Die Kraftpost erfreute sich großer Beliebtheit, so war die Kraftpost in den 1920er und in den 1930er Jahren das größte Postunternehmen Europas.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kraftpost wieder aufgebaut, allerdings mehr in Westdeutschland. In Ostdeutschland wurde die Kraftpost durch Volkseigenverkehrsbetriebe der Kraftverkehrskombinate ersetzt.

In den 1950er Jahren war die Kraftpost mit über 4.000 posteigenen Omnibussen wieder das größte Postunternehmen Europas. Doch der große Aufschwung hielt nicht lange an, durch das Kommen der Eisenbahn, wurde das Transportgut immer weniger, welches mit der Kraftpost transportiert wurde, auch die Personen, die mit der Kraftpost fuhren, nahmen ab.

Daran konnte auch eine Namensänderung der Kraftpost in Postreisedienst nichts ändern.

1971 wurden die Postbusse des Postreisedienstes mit der Bahn zusammen gelegt. Diese Firma hatte den Namen Omnibusverkehrsgemeinschaft Bahn/Post und hatte ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main.

Das Ziel dieses Zusammenschlusses war den öffentlichen Personalnahverkehr mit Bussen wirtschaftlicher zu machen und bedarfsgerecht auszubauen. Diese Vorhaben trug auch Früchte, denn der Postreisedienst hatte im Jahr 1974 435 Millionen Fahrgäste. Dies war die Höchstzahl seit der Gründung.

Trotz großer Einschnitte und Einschränkungen ging die Geschichte des Postreisedienstes erst im Januar 2006 zu Ende. Peter Brandl ging in diesem Monat als letzter Beamter des Postreisedienstes in Pension. Er fuhr bis zum Schluss Bus.